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Elterngeld und Elternzeit

Regeln in Deutschland

Elterngeld wird in Deutschland ab der Geburt des Kindes für max. 14 Monate gezahlt, wobei mindestens zwei Monate vom jeweils anderen Elternteil genommen werden müssen. Das Elterngeld beträgt im Durchschnitt 67% des Nettolohns. Es gelten besondere Regelungen zur gleichzeitigen Teilzeitarbeit.

Elterngeld Plus

Beim Elterngeld Plus kann das Elterngeld über einen längeren Zeitraum gestreckt werden. Das Elterngeld reduziert sich dann entsprechend. Das Elterngeld Plus kann über 24 Monate bezogen werden.

Elternzeit in Deutschland

Elternzeit kann für bis zu 36 Monate genommen werden und ist ein Anspruch auf Freistellung vom Arbeitsverhältnis gegen den Arbeitgeber. Im Rahmen der Elternzeit unterliegt der Arbeitnehmer einem besonderen Kündigungsschutz.

Die genauen zur jeweiligen Zeit gültigen Bestimmungen können unter www.bmfsfj.de eingesehen werden.
Weitere ausführliche Informationen zu allen Themen für Familien finden Sie hier: https://infotool-familie.de.
Dort findet man auch eine Übersicht der zuständigen Behörden. In Schleswig-Holstein ist dies das Landesamt für soziale Dienste.

Regeln in Dänemark

In Dänemark wird "barselsdagpenge" für einen Zeitraum von 46 Wochen ab der Geburt oder dem Einzug des Kindes bei Adoption gezahlt. Das Elterngeld wird durch einen maximalen Stundensatz und einen Wochensatz gedeckelt, welchen man auf dieser Internetseite unter "Sozialversicherung/ Sätze und Zahlen findet". Arbeitnehmer, die einem Tarifvertrag unterliegen, haben häufig für eine gewisse Zeit Anspruch auf Lohnfortzahlung während der Elternzeit. Der Elterngeldanspruch geht während dieser Zeit auf den Arbeitgeber über.

Die Bezugsperiode für Elterngeld und somit die Elternzeit wird in mehrere Abschnitte unterteilt, die entweder der Mutter oder dem Vater vorbehalten sind, oder aber von beiden genutzt werden können. Die genauen Abschnitte der Elternzeit mit Anspruch auf Elterngeld sind in folgender Grafik erklärt:

 

Auch in Dänemark kann das Elterngeld gestreckt werden. Die Höhe des Elterngeldes wird dann entsprechend reduziert.

Elternzeit in Dänemark

Die Elternzeit in Dänemark heißt "barselsorlov" und beträgt im Regelfall die o.a. 46 Wochen. Auch in Dänemark gelten während der Elternzeit besondere Kündigungsregeln. Der Arbeitgeber muss bei einer Kündigung im Zweifelsfall beweisen, dass die Kündigung nicht aufgrund der Elternzeit erfolgt ist.

Teile der Elternzeit mit Elterngeld können verschoben werden, bis das Kind 9 Jahre alt ist.

Für die Beantragung ist grundsätzlich der Arbeitgeber zuständig.
Die genauen Bestimmungen sowie weitere Informationen findet man unter www.borger.dk. Die zuständige Behörde in Dänemark ist „Udbetaling Danmark – Barselsdagpenge". Die Telefonnummer findet man auf dem Flyer "Wichtige Adressen in Dänemark" unter "Publikationen.

Regeln für Grenzpendler

Grenzpendler sind im Arbeitsland sozialversichert, deshalb erhalten sie Elterngeld aus dem Land, in dem sie arbeiten. Hierbei gilt, dass man bei Bezug von Elterngeld seinen Status als Arbeitnehmer nach EU-Recht behält.

Arbeiten beide Elternteile im gleichen Land, erhalten sie Elternzeit und Elterngeld aus diesem Land, die Koordinierung ist somit einfacher.

Arbeitet ein Elternteil in Dänemark und ein Elternteil in Deutschland, gilt folgendes:

Der in Dänemark arbeitende Elternteil hat auf die 14 Wochen des „barselsorlov" nur dann Anspruch, wenn dieser die Mutter ist, da diese 14 Wochen der Mutter vorbehalten sind. Auf die 2 Wochen „Fædreorlov" (Vaterschaftsurlaub) hat er nur Anspruch, wenn er der Vater ist. Die 32 folgenden Wochen, die offiziell „Forældreorlov" heißen, können Vater und Mutter aufteilen. Hierbei jedoch mit folgenden Einschränkungen:

Der in Dänemark versicherte Elternteil hat grundsätzlich Anspruch auf 16 Wochen „Forældreorlov", unabhängig davon, was der andere Elternteil in Deutschland erhält. Will der in Dänemark Versicherte jedoch die vollen 32 Wochen beanspruchen, wird jedwede öffentliche Versorgungsleistung während Woche 15 bis 46, die dem anderen Elternteil in Deutschland gezahlt wird, auf die zweiten 16 Wochen in Dänemark angerechnet.

In Deutschland wiederum wird jegliches dänisches Elterngeld auf die 14 Monate angerechnet. Zusätzlich kann ein Anspruch auf Differenz-Elterngeld bestehen, wenn das deutsche Elterngeld höher wäre als das dänische Elterngeld tatsächlich ist.

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