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Arbeitssuche mit PDU2

 


Arbeitssuche im Nachbarland mit PD U2

Die Verordnung (EG) 883/2004 ermöglicht mit Artikel 64, dass Bürger das Arbeitslosengeld ihres Wohnlandes für bis zu drei Monate weiterbeziehen können, wenn sie sich zur Arbeitssuche ins Europäische Ausland begeben.
Dieser Zeitraum kann auf bis zu sechs Monate durch die gewährende Stelle verlängert werden.
Voraussetzung ist, dass man bereits vier Wochen arbeitslos gemeldet war, sich im Aufnahmeland umgehend der Arbeitsvermittlung zur Verfügung stellt und dem Regime dieses Staates unterstellt. Man ist ab diesem Zeitpunkt den Regeln des Landes unterworfen, in dem man Arbeit sucht.
Zu diesem Zweck gibt es die Urkunde PD U2 (Portable Document Unemployment 2). Diese Urkunde bescheinigt den Anspruch gegenüber der Arbeitsverwaltung des Aufnahmelandes. Diese nimmt die Urkunde entgegen und teilt dem ausstellenden Land umgehend mit, dass der Arbeitslose sich gemeldet hat. Man muss sich innerhalb von sieben Tagen seit Abreise bei der Arbeitsverwaltung des Aufnahmelandes melden.
Findet man innerhalb der gesetzten Frist von drei oder sechs Monaten keine Arbeit und kehrt vor Ablauf der Frist zurück, behält man seinen Anspruch auf Arbeitslosengeld im Wohnland/Herkunftsland.
Umkehrschluss: Verpasst man diese Frist, entfällt der Anspruch gemäß der EU-Verordnung, es sei denn es gibt günstigere nationale Regeln. Dies sollte vor Antritt der Reise mit der zuständigen Arbeitsverwaltung im Detail geklärt werden.

Diese Möglichkeit wird im deutsch-dänischen Zusammenhang auch von Bürgern benutzt, die ins Nachbarland umziehen, dort noch keine Arbeitsstelle haben und so ihre Versorgung für drei Monate gewährleisten. Davon ist grundsätzlich abzuraten. Nach den drei Monaten entfallen alle Ansprüche im Herkunftsland und es bestehen keinerlei Ansprüche im Aufnahmeland. Darüber hinaus entfällt das Aufenthaltsrecht gemäß Aufenthaltsrichtlinie der EU.

Die Regelung dürfte im deutsch-dänischen Zusammenhang bei den Bürgern im Grenzgebiet eher keine Rolle spielen, da man hier, auch ohne sich persönlich für längere Zeit vor Ort zu begeben, Arbeit im Nachbarland suchen kann.

Arbeitssuche in Dänemark mit deutschem Arbeitslosengeld

Die zuständige Arbeitsagentur stellt die Urkunde PD U2 aus. Diese muss der Arbeitslose bei Workindenmark (www.workindenmark.dk) in Odense persönlich abgeben und sich registrieren lassen. Dies muss innerhalb sieben Tagen nach Abreise geschehen. Er ist ab diesem Zeitpunkt den Regeln der dänischen Arbeitsverwaltung unterworfen.

Arbeitssuche in Deutschland mit dänischem Arbeitslosengeld

Der PD U2 wird von der A-kasse ausgestellt. Er ist bei der zuständigen Arbeitsagentur persönlich abzugeben. Dies muss innerhalb sieben Tagen nach Abreise geschehen. Der Arbeitslose ist ab diesem Zeitpunkt den Regeln der deutschen Arbeitsverwaltung unterworfen.

Siehe auch: www.arbeitsagentur.de

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