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Servicefradrag (Håndværkerfradrag)

Grenzpendler können auch 2016 den  Håndværkerfradrag oder Servicefradrag erhalten (Freibetrag für haushaltsnahe Dienstleistungen)

Die grundsätzliche  Bedingung, um den Freibetrag nutzen zu können, ist, dass man unter die  „Grenzgängerregel“ fällt. Das bedeutet, dass 75% der Jahreseinkünfte im Kalenderjahr dänischer Besteuerung unterliegen und man die Anwendung dieser Regel selbst beantragt. Man wird dann wie ein unbeschränkt Steuerpflichtiger in Dänemark behandelt. 

Grundsätzlich kann man bis zu maximal 12.000 DKK Freibetrag erhalten für die Jahre 2016 und 2017. Diesen erhält man für Dienstleistungen, die in der eigenen Wohnung erbracht wurden und die eine "grüne Zielsetzung" haben, also der Energieverbrauchsverringerung oder der Erreichung von Klimazielen zuträglich sind.  Für persönliche Dienstleistungen im Haushalt gilt eine Obergrenze von 6.000 DKK. Eine vollständige Liste der anerkannten Arbeiten findet man unter www.skat.dk

Einzelbestimmungen zum Freibetrag
An die Dienstleister von Grenzgängern, die den Freibetrag nutzen möchten, werden besondere Anforderungen gestellt. Die Firma muss in einem EU/EWR -Land umsatzsteuerregistriert sein und Privatpersonen müssen mit Ablauf des Kalenderjahres 18 Jahre alt und in einem EU/EWR -Land unbeschränkt steuerpflichtig sein. 

Darüber hinaus gibt es strenge Anforderungen an die Rechnungen bzw. die Dokumentation der Ausgaben. Als Dokumentation ist eine Rechnung vorzulegen oder eine schriftliche Erklärung (bei Privatpersonen). Aus der Rechnung muss hervorgehen, um welche Arbeiten es sich handelte, der Betrag des Lohnkostenanteils, die Steuernummer und die Umsatzsteuernummer des Dienstleisters, der volle Name und die Adresse der Firma sowie die Adresse, an der die Arbeiten ausgeführt wurden. Bei Privatpersonen muss eine persönliche Legitimation vorliegen. 

(Anmerkung: In Deutschland gilt dies eigentlich nur für Freiberufler, die keine gewerbliche Anmeldung besitzen, aber dennoch ihre Tätigkeit beim Finanzamt anzeigen müssen. Privatpersonen, die Dienstleistungen ausführen, gibt es so im eigentlichen Sinne nicht). 

Die Rechnung muss mittels eines Bankkontos bezahlt worden sein, als Dokumentation wird der Kontoauszug gefordert. Grenzgänger müssen den Freibetrag in ihrer dänischen Steuererklärung geltend machen. 

Betrachtet man alle diese Voraussetzungen und Bedingungen, entspricht die Regelung im Wesentlichen der, die auch in Deutschland für die haushaltsnahen Dienstleistungen gilt. 

Genauere Informationen sowie eine Liste aller erfassten Dienstleistungen erhält man unter www.skat.dk.

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