OK

Diese Website verwendet Cookies. Wenn Sie fortfahren, erklären Sie sich mit der Verwendung von Cookies einverstanden.
Weitere Hinweise zum Datenschutz auf dieser Seite

Unfallversicherung

Arbeitsunfallversicherungen in Dänemark

Ein Arbeitgeber muss seine Mitarbeiter gegen Arbeitsschäden versichern, und zwar gegen Berufskrankheiten und Arbeitsunfälle gleichermaßen.
 Die gesetzliche Arbeitsunfallversicherung ist in zwei Versicherungen gegliedert: einen Unfallteil und einen Berufskrankheitsteil. Sie muss bei zwei verschiedenen Gesellschaften abgeschlossen werden:

  • Der Unfallteil ist bei einer Arbeitsunfallversicherungsgesellschaft abzuschließen, die die meisten Versicherungsgesellschaften errichtet haben.
  • Der Berufskrankheitsteil ist bei AES (Arbejdsmarkedets Erhvervssygdomssikring) abzuschließen.

Alle Erwerbstätigen können von einer Berufskrankheit betroffen werden. Eine Berufskrankheit ist eine Krankheit, die auf die Arbeitstätigkeit selbst oder die Arbeitsbedingungen zurückgeführt werden kann. Von der Exposition einer schädlichen Einwirkung bis zum Auftreten der Krankheit können u.U. mehrere Jahre vergehen 

Die zuständige Behörde „Arbejdsskadestyrelsen“ unter dem dänischen Beschäftigungsministerium entscheidet als neutrale Behörde darüber, ob ein Unfall oder eine Krankheit als Arbeitsschaden anerkannt werden kann.

Diese Behörde entscheidet auch über die Höhe der Entschädigung in diesen Fällen. 

Das dänische Arbeitsunfallversicherungsgesetz (Arbejdsskadesikringsloven) findet auf zwei Formen von Arbeitsschäden Anwendung:

  • Unfälle 
  • Berufskrankheiten

Ein Vorfall oder eine Krankheit muss entweder als Unfall oder Berufskrankheit anerkannt werden, um eine Entschädigung oder sonstige Leistungen nach diesem Gesetz auszulösen.

Leider hat  sich in der Praxis gezeigt, dass die Bearbeitungszeiten sehr lange sind, auch weil die dänischen, privaten Versicherungsgesellschaften gegen die Entscheidungen von Arbeitsskadestyrelsen Rechtsmittel einlegen können. 

In Dänemark gilt der Wegeunfall nicht als Arbeitsunfall, sondern als Freizeitunfall.

Arbeitsunfallversicherungen in Deutschland

Alle Arbeitnehmer sind gesetzlich bei einer Berufsgenossenschaft unfallversichert.
Diese gesetzliche Unfallversicherung deckt Folgen aus Arbeitsunfällen, Berufskrankheiten, gesundheitlichen Gefahren durch die Arbeitsbedingungen am Arbeitsplatz sowie Unfällen auf dem Weg zur und von der Arbeit ab.

Die Berufsgenossenschaften  unterhalten auch eigene Kliniken und Reahbilitationszentren mit spezialisierten Ärzten  für Arbeitsmedizin.

Bei allen Arbeitsunfällen muss man sich immer an den sogenannten „Durchgangsarzt“ wenden. Es ist wichtig, bei allen Behandlungen anzugeben, dass es sich um Folgen eines Arbeitsunfalles oder vielleicht einer Berufskrankheit handelt.

Der gesetzlichen Unfallversicherung obliegen folgende Pflichten:

  • Unfallverhütung u. a. durch Informationen und Schulung
  • Erstellung von Vorschriften zur Unfallverhütung
  • Leistung diverser Entschädigungen und die Erbringung sonstiger Leistungen, z. B. für Reha-Maßnahmen bei Unfällen und Berufskrankheiten.
  • Bezahlen der medizinischen Behandlung aufgrund von Arbeitsunfällen und Berufskrankheiten
  • Bezahlen von Renten aufgrund Arbeitsunfall oder Berufskrankheit 

Arbeitsunfallversicherungen für Grenzpendler

Grenzpendler von Deutschland nach Dänemark
Diese Grenzpendler müssen sicherstellen, dass die Meldung eines Unfalles durch den Arbeitgeber oder die Meldung einer Berufserkrankung durch einen Arzt oder Zahnarzt tatsächlich erfolgt ist. Ebenso sollte man sich umgehend an seine Gewerkschaft wenden und seiner Kommune im Rahmen des Krankengeldbezuges mitteilen, dass es ein Arbeitsunfall war und alle behandelnden Ärzte auf diesen Sachverhalt hinweisen. Bei der Weiterbehandlung in Deutschland wird die Sachbearbeitung von der „BG Verkehr“ übernommen. Diese gewährt alle Sachleistungen, als ob man bei ihr versichert wäre.  werden nicht gewährt (Unfallrente, Entschädigungen, Abfindungen), da diese immer vom Versicherungsland/Arbeitsland zu gewähren sind.

Grenzpendler von Dänemark nach Deutschland
Dänischen Grenzpendlern wird empfohlen, sich immer zuerst in Deutschland behandeln zu lassen und dem Arzt mitzuteilen, dass sie einen Arbeitsunfall hatten. Eine zusätzliche Meldung an Arbejdsskadestyrelsen wird empfohlen. 

Weitere Informationen erhält man unter:

www.dguv.de

www.ask.dk

 

Unsere Partner
Region Sønderjylland - Schleswig | Lyren 1 | DK-6330 Padborg | Tel. +45 74 67 05 01 | infocenter@region.dk DatenschutzImpressumStart