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Deutsche Ausweisdokumente

Hintergrundinformationen
Pässe bestätigen, dass die eingetragenen Personalien zu der Person gehören, die im Papier eingetragen ist. Außerdem sind sie bei Reisen ins Ausland unerlässlich. Bei Reisen in ferne Länder (außerhalb der EU) kann eine Einreise nur nach Passkontrolle mit gültigem Reisepass erfolgen. Auch innerhalb der EU waren bis vor kurzem Passkontrollen (Personalausweis) an den Staatsgrenzen an der Tagesordnung. Doch durch die Unterzeichnung des Schengener Abkommens im Jahre 1985 wurden in den EU-Mitgliedsstaaten nach und nach die systematischen Grenzkontrollen abgeschafft. Ein Mitführen des Personalausweises oder eines Reisepasses ist dennoch Pflicht. Auch wenn nicht mehr direkt an der Grenze die Pässe kontrolliert werden, so kommt es doch in allen Schengen-Ländern zu verschärften innerstaatlichen Zoll- und Polizeikontrollen. Ausgestellt werden in Deutschland neben amtlichen Pässen zurzeit drei verschiedene Pässe. Die Beantragung jener geschieht bei den zuständigen kommunalen Pass- und Ausweisbehörden, welche in den meisten Kommunen in den sogenannten „Bürgerämtern“ integriert sind. 

Der Personalausweis
Dieser Ausweis ist für alle deutschen Staatsbürger spätestens mit Erreichen des 16. Lebensalters zu beantragen. Auch Kinder und Jugendliche unter 16 Jahren können auf Wunsch der Eltern einen Personalausweis beantragen. Bei der Erstausstellung des Ausweises sind folgende Dokumente beim Bürgeramt vorzulegen: 

  • Alter Kinderausweis, Kinderreisepass oder Geburtsurkunde und
  • Einverständniserklärung der Erziehungsberechtigten und
  • Sorgerechtsnachweis bei nur einem Erziehungsberechtigten

Außerdem ist ein Lichtbild (Profilbild oder Frontaufnahme) mitzubringen, das den internationalen Standards (siehe Kapitel Lichtbild) entspricht. 
Der Ausweis hat dann eine Gültigkeit von 6 Jahren. Dies gilt außerdem für alle Personalausweise, die an Personen unter 24 Jahren ausgestellt werden. Ausgestellte Ausweise an Personen, die älter als 24 Jahre sind, haben eine Gültigkeit von 10 Jahren. Zur Ausstellung des Ausweises fallen Gebühren an.
Die Einreise nur mit dem Personalausweis ist in folgenden Ländern gestattet:
Belgien, Bosnien und Herzegowina, Dänemark, Deutschland, Estland, Finnland, Frankreich (auch in den Überseedepartements), Griechenland, Großbritannien, Irland, Island, Italien, Kroatien, Lettland, Lichtenstein, Litauen, Luxemburg, Malta, Mazedonien (hier wird aber ein zusätzlicher Verwaltungsaufwand aufkommen), Niederlande, Norwegen, Österreich, Polen, Portugal, Rumänien, Schweden, Schweiz, Slowenien, Slowakei, Spanien, die Tschechische Republik, Türkei, Ungarn und Zypern.
Einen Personalausweis können auch Personen ohne Wohnsitz in Deutschland beantragen, allerdings kann die Beantragung nicht bei deutschen Auslandsvertretungen durchgeführt werden, da die Zuständigkeit hierfür bislang bei den Bundesländern lag. Seit dem 1. November 2010 übernimmt der Bund die Ausgabe der Personalausweise. Übergangsweise können Auslandsdeutsche bis 31. Dezember 2012 wie bisher nur in Deutschland bei jedem Bürger- beziehungsweise Einwohnermeldeamt einen Ausweis beantragen. Ab dem 1. Januar 2013 übernehmen dann die deutschen Auslandsvertretungen die Ausgabe der Personalausweise für Auslandsdeutsche.

Der elektronische Reisepass (ePass)
Bei Reisen in viele Länder der Erde wird ein Reisepass benötigt. In welchen Ländern er benötigt wird, dazu ist folgender Link zu einer Internetseite des Auswärtigen Amtes hilfreich: www.auswaertiges-amt.de.
Seit 01.11.05 ist der elektronische Reisepass (ePass) mit Chip der neue reguläre Reisepass. Erkennbar ist ein solcher Pass anhand eines Symbols unterhalb der Aufschrift Reisepass auf dem Passdeckel. Der Chip des ePasses befindet sich in der Passdecke und ist mit bloßem Auge nicht erkennbar. Falls ein Reisepass umgehend benötigt wird und die Bearbeitungszeit von 3-4 Wochen nicht abgewartet werden kann, besteht die Möglichkeit einen Expresspass zu erstellen.

Merkmale des Chips

  • Zur Person: Vor- und Nachname,
  • Geburtsdatum,
  • Geschlecht
  • und die Staatsangehörigkeit;

zum Dokument:

  • Seriennummer,
  • ausstellender Staat,
  • Dokumententyp
  • und das Gültigkeitsdatum

Außerdem sind im ePass so genannte biometrische Daten gespeichert:

  • im ePass der ersten Generation (Antragsdatum bis 31.10.07) das Passfoto
  • im ePass der zweiten Generation (Antragsdatum ab 01.11.07) das Foto und zwei Fingerabdrücke.

Alte Reisepässe ohne Chip bleiben bis zum Ablaufdatum des jeweiligen Passes gültig. Ausgestellt wird der ePass im Regelfall an Personen ab 12 Jahren. 
Bei der Beantragung des ePasses sind folgende Dokumente mitzubringen:

  • alter Reisepass, Kinderreisepass, Kinderausweis (wenn vorhanden) oder
  • Personalausweis (bei Erstbeantragung) oder
  • Geburtsurkunde
  • ein Lichtbild nach internationalen Standards

Nach der Ausstellung hat das Dokument eine Gültigkeit von 10 Jahren bei Personen die das 24. Lebensjahr vollendet haben, bei Personen die das 24. Lebensjahr noch nicht vollendet haben, 6 Jahre. 

Der vorläufige Reisepass
Bei kurzfristigem Bedarf eines Reisepasses kann ein vorläufiger Reisepass ausgestellt werden. Zur Beantragung sind die gleichen Unterlagen erforderlich, die auch bei Beantragung der regulären Reisepässe notwendig sind. Zusätzlich muss ein Beleg (z.B. Flugticket) erbracht werden, der die Dringlichkeit des Antrages beweist. Nach Bezahlung einer Gebühr kann der Reisepass dann sofort mitgenommen werden. Jedoch besitzt dieser vorläufige Reisepass nur eine Gültigkeit von einem Jahr.

Der Kinderreisepass 
Dieses Dokument wird nur für Kinder bis zur Vollendung des 12. Lebensjahres ausgestellt. Er wird, wie der Reisepass für Erwachsene, für Reisen in fast alle Länder außerhalb der EU benötigt, ansonsten gelten die gleichen Vorschriften wie bei der Beantragung eines Personalausweises.
Seit dem 01.11.2007 können Kinder nicht mehr auf den Reisepass der Eltern eingetragen werden. Dies hat zur Folge, dass bei Reisen ins Ausland ein Kinderreisepass beantragt werden muss.

Passbildvorgaben
Durch die Einführung des Reisepasses wurden neue Passbildvorgaben eingeführt. Sie basieren auf den Spezifikationen der Internationalen Organisation für Normung (ISO) und der für die Normung von Reisedokumenten zuständigen Zivilluftfahrt-Organisation (ICAO). Die wichtigsten Anforderungen an ein biometrietaugliches Passfoto sind:

  • Das Gesicht muss frontal aufgenommen worden sein.
  • Die Gesichtshöhe muss den Vorgaben der Foto-Mustertafel und Passbild-Schablone entsprechen.
  • Die Augen müssen offen und deutlich sichtbar sein sowie in etwa auf gleicher Höhe im vorgegebenen Bereich liegen.
  • Das Gesicht muss insgesamt zentriert auf dem Bild wiedergegeben sein.

Es werden weniger strenge Anforderungen an das biometrische Bild bei Kindern unter 10 Jahren verlangt. Hier werden Abweichungen bezüglich der Gesichtshöhe und im Augenbereich toleriert. Bei Säuglingen und Kleinkindern sind außerdem Abweichungen bei der Kopfhaltung, dem Gesichtsaudruck, den Augen und der Blickrichtung zulässig. 

Die Fingerabdrücke
Die Fingerabdrücke werden mit Hilfe von Scannern bei der Passbehörde aufgenommen. In der Regel werden beide Zeigefinger dreimal gescannt. Jedoch werden niemals die kleinen Finger herangezogen. Sollte eine Verletzung der Hand oder Finger mit Genesung innerhalb von drei Monaten vorliegen, sodass keine Fingerabdrücke gemacht werden können, so muss der ePass zu einem späteren Zeitpunkt beantragt werden. Bei kurzfristiger Benötigung eines Reisepasses kann dann ein vorläufiger Reisepass ausgestellt werden. Bei längerfristigen (ab 3 Monaten) medizinischen Einschränkungen, Behinderungen oder Amputationen wird ein regulärer ePass ausgestellt. Je nach Situation wird dann nur ein bzw. gar kein Fingerabdruck im Chip gespeichert. 
6. Ausstellung von Passdokumenten für im Ausland lebende Deutsche
Wenn der Hauptwohnsitz eines deutschen Staatsbürgers im Ausland ist, ist eine Beantragung von auslaufenden Passdokumenten bei Deutschen Auslandsvertretungen notwendig. Zuständig für die Beantragung und Ausstellung ist diejenige deutsche Auslandsvertretung, in deren Amtsbezirk sich die jeweilige Person dauerhaft aufhält. Die Internetseiten des Auswärtigen Amtes geben Auskunft welche Auslandsvertretung zuständig ist. 

Ausstellung von Passdokumenten für in Dänemark lebende Deutsche
Zur Beantragung eines ePasses müssen Fingerabdrücke genommen werden. Bislang hat nur die deutsche Botschaft in Kopenhagen die technischen Voraussetzungen. Die Möglichkeit, in einer der grenznahen innerdeutschen Passbehörden (Flensburg, Harrislee, Südtondern) einen Pass zu beantragen, bleibt jedoch weiterhin gegeben. In diesem Fall entsteht Ihnen allerdings aufgrund der örtlichen Unzuständigkeit eine erhöhte Gebühr. Aber rufen Sie auf jeden Fall vorher die innerdeutsche Behörde an, bei der Sie ggf. den Pass beantragen wollen. Weitere Informationen auf der Internetseite
www.konsularinfo.diplo.de 

Dabei sind folgende Unterlagen mitzubringen:

  • vollständig ausgefülltes Antragsformular 
  • Unterschriftsprobe
  • dänische Aufenthaltserlaubnis, bzw. Auszug aus dem dänischen Melderegister als Nachweis über Ihr Aufenthaltsrecht in Dänemark
  • alter Reisepass, Kinderausweis oder Personalausweis (ggf. in Kopie) oder
  • Geburtsurkunde (ggf. eine Bescheinigung des Krankenhauses, wenn der Geburtsort nicht mit der Eintragung in der Geburtsurkunde übereinstimmt)
  • 2 Passfotos neusten Datums, die den Anforderungen an Biometrietauglichkeit genügen müssen
  • Heiratsurkunde und ggf. Scheidungsurteil sofern sich der Name durch dieses Ereignis geändert hat
  • Abmeldebescheinigung des deutschen Einwohnermeldeamtes, wenn der letzte Reisepass in der Bundesrepublik Deutschland ausgestellt wurde
  • Zustimmungserklärung der gesetzlichen Vertreter mit beglaubigten Unterschriften bei Beantragung über einen Honorarkonsul für die Eintragung von Kindern unter 16 Jahren in den Pass der Eltern bzw. wenn der Antragsteller noch minderjährig ist
  • Nachweis über das Sorgerecht, wenn ein Elternteil allein sorgeberechtigt ist (z.B. Scheidungsurteil)
  • polizeiliche Verlustanzeige für Ihren alten Pass im Original
  • Sollte sich der Name der Person, für die der Pass beantragt wird, seit Ausstellung ihres letzten deutschen Passes geändert haben oder wird für ein Kind erstmalig ein deutsches Ausweisdokument beantragt, ist hierüber ein Nachweis erforderlich. Dies gilt auch für die Eintragung von Kindern in den Pass der Eltern. Dies ist nur nach vorheriger Namenserklärung gegenüber einem deutschen Standesamt möglich. Ggf. kann der Antrag über die zuständige deutsche Auslandsvertretung gestellt werden. Der dänische Mittelname ist dagegen als solcher vom deutschen Recht nicht anerkannt, weshalb ein dänischer Nachweis (navnebevis) nicht ausreicht.
  • Ggf. Nachweis darüber, dass Sie unter Ihrem Ordens- oder Künstlernamen bekannt sind, Promotionsurkunde, wenn ein Doktortitel in Ihren Reisepass eingetragen werden soll. Alle Unterlagen sind in Original oder beglaubigter Kopie vorzulegen. 

Reisedokumente für Schulklassen
Führt eine Schulwanderung oder Schulfahrt ins Ausland, müssen alle Teilnehmerinnen und Teilnehmer im Besitz gültiger Reisedokumente und zur Einreise in das betreffende Land berechtigt sein. Dies gilt auch für einen nur kurzfristigen Grenzübertritt bei einer Tageswanderung im grenznahen Bereich. Für Schülerinnen und Schüler an allgemeinbildenden Schulen, die nicht die deutsche Staatsangehörigkeit oder die Staatsangehörigkeit eines Mitgliedstaates der Europäischen Union besitzen und die weder über einen Pass noch andere zum Grenzübertritt berechtigende Ausweispapiere verfügen, kann das für sie zuständige Ausländeramt eine "Schülersammelliste nach § 4 Abs. 1 Ziffer 6 der Verordnung zur Durchführung des Zuwanderungsgesetzes" als gemeinsames Reisedokument ausstellen. Die Schülersammelliste gilt für die Mitgliedstaaten der Europäischen Union, nicht für das übrige Ausland, so z. B. auch nicht für die Schweiz und Liechtenstein. Die Schülersammelliste, die als Passersatzpapier in Ausführung eines Beschlusses des Rates der Europäischen Union über Reiseerleichterungen für Klassenfahrten ausgestellt wird, schließt das Recht zum zeitlich begrenzten Aufenthalt in den Staaten der Europäischen Union ein. Ein zusätzliches Visum ist nicht erforderlich. 

Amtliche Pässe
Zurzeit werden zwei Arten von amtlichen Pässen ausgegeben. Dies sind der Diplomatenpass und der Dienstpass, beide Passarten gibt es auch als vorläufige Variante. Diplomatenpässe werden nur an Diplomaten, sowie an hochrangige Amts- und Mandatsträger ausgegeben. Dienstpässe werden an Reisende im staatlichen Auftrag ausgegeben, die jedoch keine politische Funktion ausüben oder nicht Diplomaten sind. Der Nutzen für Passinhaber dieser Pässe besteht darin, dass sie bei Reisen in Länder für die ein Visum benötigt wird davon befreit sind. Amtliche Pässe werden vom Auswärtigen Amt zur Wahrnehmung dienstlicher Aufgaben ausgestellt. Ein persönliches Erscheinen zur Beantragung kann vom Passbewerber verlangt werden. Es wird jedoch nur in seltenen Fällen praktiziert, da meistens die Behörde, wo der Passantragssteller arbeitet, die notwendigen Unterlagen einreicht. Gültig sind die amtlichen Pässe bis zum Ende der dienstlichen Aufgabe, jedoch nie länger als 10 Jahre.

Weitere Informationen findet man unter

www.bmi.bund.de

 

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